onlinebibliothek sachsen-anhalt. Feminismus für die 99%

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Inhalt:

Gerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Frauen - nicht nur für einige wenige gut ausgebildete Karrierefrauen. Das ist der Kampf, zu dem die Autorinnen dieses leidenschaftlichen Manifests aufrufen, in knappen Thesen und in einer klaren Sprache, die keine Missverständnisse zulässt. Die strukturelle Benachteiligung von Frauen steht in direktem Zusammenhang mit allen Formen von Ungleichheit. Feminismus für die 99% ist der zeitgemäße Aufruf zur Abschaffung des Kapitalismus. Der Arbeiter produziert Waren. Wer aber produziert den Arbeiter? Die Antwort liegt auf der Hand: die Arbeiterin. Denn der Kapitalismus ist nicht nur eine Wirtschaftsform, sondern greift unmittelbar in unser aller Privatleben ein, definiert, wie wir Beziehungen organisieren, und führt zu Ausbeutung in allen Bereichen. Sexismus und Rassismus sind darin keine Nebeneffekte, sondern Teil dieser Strukturen von Macht und Dominanz, die den Kapitalismus erst ermöglichen und hervorbringen. In elf anschaulichen und scharfen Thesen, die zum Nach- und Weiterdenken anregen, die zum Diskutieren und Widersprechen einladen, fordern die Autorinnen eine neue Form der Solidarität: Ihre Vision ist ein feministischer, ökosozialistischer und antiimperialistischer Internationalismus, dessen Ziel nicht das Vorankommen Einzelner ist, sondern das Wohlergehen aller. "Die Zeit ist reif für eine neue feministische Bewegung." - Cinzia Arruzza

Autor(en) Information:

Tithi Bhattacharya ist Professorin für Südasiatische Geschichte und Leiterin der Global Studies an der Purdue University. Sie schreibt über Marxistische Theorie, Geschlecht und die Politik der Islamophobie.  Nancy Fraser ist Professorin für Politikwissenschaften und Philosophie an der New School in New York City. Sie zählt zu den prominentesten feministischen Theoretikerinnen der Gegenwart.  Cinzia Arruzza ist außerordentliche Professorin für Philosophie an der New School for Social Research. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit antiker Metaphysik sowie feministischer Theorie und Marxismus. Max Henninger lebt, nach Aufenthalten in den USA und Großbritannien, seit 2006 in Berlin und arbeitet dort als Konferenzdolmetscher und Übersetzer aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Er ist u. a. Übersetzer des italienischen Lyrikers und Romanciers Nanni Balestrini und der amerikanischen Politikwissenschaftlerin Silvia Federici. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen kritische Geschichtsschreibung und marxistische Theorie. Er ist Redaktionsmitglied der Online-Zeitschrift Sozial.Geschichte Online, Mitherausgeber mehrerer Sammelbände zu zeitgeschichtlichen Themen, etwa Krisen Proteste (Hamburg 2012, mit Peter Birke), und Autor von Armut, Arbeit, Entwicklung (Wien 2017).