onlinebibliothek sachsen-anhalt. Index - Die schwarze Liste des Vatikan

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Index - die schwarze Liste des Vatikan. Nach der Erfindung des Buchdrucks und der Ausbreitung der Reformation versuchte der Vatikan die Hoheit über die Deutung des Wissens wieder zu erlangen. Im 16. Jahrhundert erfolgte die Gründung der Indexkongregation, die alle Bücher auf "ketzerisches Gedankengut" überprüfen sollte. Sie erstellte den "Index librorum prohibitorum", das Verzeichnis der verbotenen Bücher. Der Journalist Wolf von Lojewski und der Kirchenhistoriker Hubert Wolf widmen sich auch der europäischen Geistesgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Die französische Revolution markiert dabei den Beginn einer neuen Epoche. Nicht mehr nur die Kirche, sondern Gott selbst wird in Frage gestellt. Der Vatikan steht in der Moderne vor den großen neuen Herausforderungen Liberalismus, Kommunismus und Nationalsozialismus. Der Wucht neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und revolutionärer Weltanschauungen ist die Indexkongregation kaum gewachsen. Heinrich Heine, Karl Marx und Adolf Hitler werden als Fallbeispiele herangezogen. Erst 1966, nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wird der Index abgeschafft.

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