onlinebibliothek sachsen-anhalt. Lieutnant Gustl

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Inhalt:

Im Jahre 1900 erschienen, 24 Jahre vor "Fräulein Else", gilt "Lieutnant Gustl" als erste konsequente Einführung des Inneren Monologsin die deutschsprachige Literatur. Nur einige wenige Dialogsätze durchbrechen den beständigen Flow von Gustl innerem Monolog. Da mischt sich Existenzielles mit gänzliche Nebensächlichem und Banalem und es bleibt dem Leser überlassen den Gedankenstrom für sich zu ordnen und zu interpretieren. Wie später in "Fräulein Else" widmet sich Arthur Schnitzler auch hier der Auseinandersetzung ds Individuums mit den Normen der ihn umgebenden Gesellschaft. Allerdings handelt es sich Beim "Lieutnant Gustl" nur am Rande um das großbürgerliche Millieu Wiens, im Vorderung stehen die strikten Regeln des Militärapparats und insbesondere der spezielle militärische Begriff von Ehre. Durch die Führung der Geschichte bezieht Schnitzler zuletzt aber trotz der offenen Form des inneren Monologs eindeutig Stellung.

Autor(en) Information:

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien und starb dort am 21. Oktober 1931 ebenda). Der österreichische Erzähler und Dramatiker kam als erster Sohn der insgesamt vier Kinder des jüdischen Arztes Johann Schnitzler und dessen Gattin Luise zur Welt. 1903 heiratete er die Schauspielerin Olga Gussmann. 1921 wird er geschieden und erzieht von da an seine Kinder Heinrich und Lili allein. Der Freitod seiner Tochter 1928 erschüttert Schnitzler sehr. Er selber stirbt im Alter von 69 Jahren an einer Gehirnblutung.

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