onlinebibliothek sachsen-anhalt. Brief an den Vater

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Der 1919 abgefasste Brief an den Vater, von Franz Kafka niemals abgeschickt oder veröffentlicht, gibt wie kaum ein anderer Text aus seiner Feder tiefe biografische und psychoanalytische Einblicke. Kafka findet in dem hier beschriebenen Vaterkonflikt vielerlei Gründe für die Entwicklung seines zögerlichen Wesens und anderer Züge seiner Persönlichkeit mit denen er zeitlebens haderte. Die 103 handschriftlichen Seiten schrieb Kafka vermutlich kurz nach dem Scheitern seiner Heiratspläne mit Julie Wohryceck, einer in seines Vaters Augen nicht standesgemäßen Verbindung. Gesprochen hat der Hamburger Schauspieler Martin Brücker, der hier zum erstenmal für den HörGut! Verlag liest.

Autor(en) Information:

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren und starb am 3. Juni 1924 in Kierling bei Wien. Der österreichische Schriftsteller erkrankte 1917 an Kehlkopftuberkulose. Kafka galt als Einzelgänger. Sein Verhältnis zu Frauen war problematisch. Bekannt wurde seine unerfüllte Liebe zu Milena Jesenska, wie in seinen "Briefen an Milena" ausführlich dokumentiert. Kafkas Werk fand erst nach 1945 weltweite Beachtung. Sein besonderer Blick auf die Welt fand sogar als eigener Begriff in die Sprache: "kafkaesk" steht heute sinnbildlich für ein pardoxes oder rätselhaftes und zugleich bedrohliches Ereignis.

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