onlinebibliothek sachsen-anhalt. Spione, Agenten, Soldaten, Folge 7

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Seit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht und der Roten Armee in Polen im Jahre 1939 existierte in den weiten Waldgebieten des Landes eine gut organisierte Widerstandsbewegung, die sogenannte polnische "Heimatarmee". Geführt von General Graf Bor-Komorowski schlägt sie am 1. August 1944 zu: mehr als 25.000 Aufständische, denen nur etwa 13.000 deutsche Soldaten gegenüberstehen, versuchen, die Hauptstadt Warschau in ihre Gewalt zu bringen. Beide Seiten kämpfen mit unerbittlicher Härte um jede Straße, um jedes Haus. Die Altstadt, das Elektrizitätswerk, Hauptpost und zentrale Versorgungslager fallen in die Hände der Aufständischen, die Lage der Deutschen wird von Tag zu Tag bedrohlicher. Am 5. August übernimmt SS-Obergruppenführer und General Erich von dem Bach-Zelewski auf Weisung des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, den Oberbefehl über die deutschen Streitkräfte in Warschau. Am 11. August beginnt, getragen von eiligst herangeführten SS-Abteilungen und Polizeikompanien, der massive deutsche Gegenangriff. Erst am 2. Oktober 1944, zwei Monate nach Beginn des Aufstandes, legen die Polen die Waffen nieder und unterzeichneten die ehrenvolle Kapitulation. Der Aufstand kostete über 50.000 Menschen das Leben, Warschau selbst ist nur mehr eine brennende Ruinenstadt.

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