onlinebibliothek sachsen-anhalt. Ben Becker liest Ernst Haffner Blutsbrüder

Seitenbereiche:


Inhalt:

Anfang der 1930er Jahre leben in Berlin und anderen deutschen Großstädten tausende Jugendliche auf der Straße. Sie verdingen sich als Tagelöhner und Laufburschen, häufig führt ihr Weg sie in die Kriminalität oder Prostitution. Zuflucht und soziale Wärme finden sie in selbstorganisierten Cliquen. In stillgelegten Fabrikbaracken trifft man sich, trinkt, tanzt und pflegt einen Lebensstil fernab der unerreichbaren bürgerlichen Gesellschaft. In diesem Milieu ist Ernst Haffners unter den Nazis verbotener und bei den Bücherverbrennungen öffentlich zerstörter Roman angesiedelt. Im Mittelpunkt stehen zwei aus Erziehungseinrichtungen geflüchtete Jugendliche und die Clique der Blutsbrüder, der sie sich nach ihrer Ankunft in Berlin anschließen. Erst glücklich, dort aufgenommen worden zu sein, erfahren sie bald, aus welchen Quellen das Geld stammt. Sie versuchen auszusteigen...

Autor(en) Information:

Ernst Haffners Spur verliert sich mit der Machtergreifung der NSDAP. Er wird 1938 noch einmal zusammen mit seinem Lektor zur Reichsschriftumskammer zitiert, danach taucht sein Name nicht mehr auf. Er muss dem von ihm beschriebenen Milieu sehr nahe gestanden haben, Kracauer schreibt, dass er Journalist gewesen sei und insbesondere in Berlin-Mitte recherchiert habe.

Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Alle auswählen“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können