onlinebibliothek sachsen-anhalt. Das Hundeohr

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Herbert Otto erzählt die Geschichte des weitgereisten Zirkusartisten Edgar Deutschmann, dem nach einem Sturz vom galoppierenden Pferd im Zirkus von Montevideo ein Hundeohr transplantiert werden muss. Der Roman verknüpft in eigenwilliger Weise die gesammelten Erfahrungen aus allen Weltbezirken mit der Frage nach der Verantwortung der medizinischen Wissenschaft und dem Streben nach Gewinn und Macht. Wenn Edgar Deutschmann den 'Regler' richtig einstellt, kann er nun das 16-Fache der menschlichen Hörfrequenz aufnehmen; selbst sprachgeformte Gedanken kann er hören. Als er eines Tages gar Stimmen aus längst vergangenen Zeiten wahrnimmt, vermutlich die vererbten akustischen Erinnerungen aller Hunderassen, wird es ihm ganz ungeheuerlich. Rätselhaft blieb ihm der medizinische Eingriff zwar von Anfang an, aber erst nachdem sein Arzt tödlich verunglückt - ist es Unfall oder Mord? - nehmen die mysteriösen Wahrnehmungen zu. Ist das Hundeohr der Auftrag eines geheimen Dienstes? Mit diesem Roman ist Otto ein rätselvolles und zugleich entlarvendes Buch geglückt, das von Schurken und Gerechten bevölkert ist, und in dem Liebe und Begehren die leisen Schwestern wilder Geschichten sind. 15. März 1925 in Breslau geboren. Bis 1943 Lehre als Bankkaufmann, Soldat von 1943 bis 1944, sowjetische Kriegsgefangenschaft. 1948 - 1949 Studium der Ästhetik und Philosophie in Moskau, danach Dramaturg und Verlagslektor, seit 1956 freischaffender Autor. Wahl ins P.E.N.-Zentrum 1987. Theodor-Fontane-Preis 1956 und 1961, Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste 1971, Vaterländischer Verdienstorden 1977, Nationalpreis der DDR 1978, Kunstpreis der Gewerkschaften 1975 und 1985. Am 24. August 2003 in Ahrenshoop verstorben. Hauptwerke: Die Lüge. Roman, (übersetzt ins Bulgarische, Ukrainische, Ungarische, Chinesische), Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin1956 Stundenholz und Minarett, Verlag Volk und Welt, Berlin 1958 Minarett und Mangobaum, Verlag Volk und Welt, Berlin 1960 Septemberliebe. Filmszenarium, Henschel Verlag, Berlin 1960 Republik der Leidenschaft. Erlebnisse auf Kuba, Verlag Volk und Welt, Berlin 1961) Griechische Hochzeit (Novelle, als Oper bearbeitet von Robert Hanall), Aufbauverlag, Berlin 1964 Zeit der Störche (Erzählung, verfilmt 1970; übersetzt in 14 Sprachen), Aufbauverlag, Berlin 1966 Zum Beispiel Josef (Roman, verfilmt 1974), Aufbauverlag, Berlin 1970 Die Sache mit Maria (Roman, Verfilmungsarbeit 1980 abgebrochen), Aufbauverlag, Berlin 1976 Der Traum vom Elch (Roman, verfilmt 1986), Aufbauverlag, Berlin 1983 Das Hundeohr, Faber und Faber, Leipzig 1997

Autor(en) Information:

Herbert Otto, 15. März 1925 in Breslau geboren. Bis 1943 Lehre als Bankkaufmann, Soldat von 1943 bis 1944, sowjetische Kriegsgefangenschaft, 1948 - 1949 Studium der Ästhetik und Philosophie in Moskau, danach Dramaturg und Verlagslektor, seit 1956 freischaffender Autor, Wahl ins P.E.N.-Zentrum 1987, Theodor-Fontane-Preis 1956 und 1961, Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste 1971, Vaterländischer Verdienstorden 1977.

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