onlinebibliothek sachsen-anhalt. Sanfter Missbrauch

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Normalerweise denken wir bei dem Wort Missbrauch an Brutalität, Vergewaltigung, Schläge, Gewalt, Folter, Zwang und Perversion. Das ist allerdings nur die Spitze des Eisbergs. Tief im Verborgenen schlummern viele Seelen, die eine andere Erfahrung damit gemacht haben. Sie erfuhren einen Missbrauch, der genauso schlimm ist, weil er die Psyche der Betroffenen bis weit übers Äußerste hinaus strapaziert hat - einen Missbrauch, über den kaum einer spricht. Sexuelle Übergriffe finden auch ohne körperliche Gewalt statt. Da die Kinder dabei keine Schmerzen verspüren, merken sie oftmals nicht, dass ihnen etwas Böses geschieht. Sanfter Missbrauch - das schleichende Seelengift In ihrer Autobiografie beschreibt die Autorin ihre Erlebnisse in der Kindheit und welche dramatischen Folgen sich daraus ergeben haben. Als sie vier Jahre alt ist, nutzt der nette Onkel von nebenan Sandras frühkindliche sexuelle Neugierde auf das andere Geschlecht erstmals zu seiner Befriedigung aus. Da sie dabei angenehme Empfindungen verspürt und ihr keine Schmerzen zugefügt werden, erkennt Sandra nicht, dass schlecht ist, wozu man sie veranlasst. Immer wieder wird das Kind durch ältere Jugendliche an die Sexualität herangeführt. Aus Angst vor Strafe erzählt es zu Hause nichts von den Erlebnissen. Als Sandra in der Pubertät bewusst wird, was in ihrer Kindheit geschehen ist, schämt und verurteilt sie sich deshalb. Als Erwachsene stolpert sie von einer Beziehung in die nächste, ohne dabei echte Zufriedenheit zu finden. Lesen Sie, welche körperlichen und seelischen Qualen Sandra erleiden muss, bis ihr endlich im Alter klar wird, dass die Ursache dafür in ihrer Kindheit verborgen liegt. Ist nun alles zu spät oder kann sie sich von der Vergangenheit und ihren Schuldgefühlen befreien?

Autor(en) Information:

Sabine B. Procher, 1950 in Berlin geboren, ließ sich nach ihrem Realschulabschluss zur Kosmetikerin und Fußpflegerin ausbilden und machte sich 1975 selbständig. Durch ihren intensiven Kontakt am und zum Menschen entwickelte sich ihr Interesse zur Medizin und sie entschloss sich, an einem Vollzeitstudium der Paracelsus Heilpraktiker Schule teilzunehmen. 1986 eröffnete sie in Berlin eine Naturheilpraxis und nimmt seitdem weiterhin regelmäßig an medizinischen Fortbildungen teil, um sich immer auf dem neuesten Stand zu halten. Als sie sich Anfang 2000, während der Betreuung ihres pflegebedürftigen Vaters, extrem ausgelaugt fühlte, begann sie Tagebuch zu führen und schrieb sich ihren Kummer von der Seele. Dabei entdeckte sie, wie viel Spaß ihr das Schreiben machte, und wie hilfreich es beim Aufarbeiten ihrer Vergangenheit war. Irgendwann kam ihr die Idee, dies professionell zu gestalten, und sie meldete sich zu einem mehrjährigen Intensivstudium bei der Hamburger Akademie Schule des Schreibens an. Dort belegte sie die Lehrgänge Belletristik, Sach- und Fachbuch sowie Journalismus. Schon nach dem zweiten Studienjahr begann sie mit dem Schreiben eines Erlebnisberichtes, der vom Lektoratsdienst der Akademie als würdig für eine Veröffentlichung eingestuft wurde. Inzwischen hat sie mehrere Bücher geschrieben und arbeitet seit Herbst 2011 ehrenamtlich als Redakteurin bei der Kampagne With-(he)art-against-FGM.

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