onlinebibliothek sachsen-anhalt. Nach Seepferdchen tauchen

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Können wir unseren Erinnerungen trauen? Kann ein Mensch auch ohne Gedächtnis ein glückliches Leben führen? Wie lässt sich die Gedächtnisleistung steigern? Müssen wir das Vergessen fürchten, oder sollten wir sogar dankbar sein, nicht alles zu erinnern? Die Neuropsychologin Ylva Østby und ihre Schwester, die Autorin Hilde Østby, begeben sich auf eine Reise in die Welt der Erinnerungen und des Gedächtnisses. Ebenso unterhaltsam wie kompetent zeigen sie, wie Erinnerungen unser Leben lenken, wie sie sich beeinflussen lassen und unsere Identität prägen. Sie erzählen aus der Wissenschaftsgeschichte und sprechen mit weltweit führenden Experten der Gedächtnisforschung. Vor allem aber beleuchten sie die persönlichen Geschichten von Menschen, die deutlich machen, wie das Erinnerungsvermögen unser Leben bestimmt: Wind, der sich an nichts vor jenem Tag in seinem 27. Lebensjahr erinnert, an dem er in einem Zug in China "aufwachte"; Adrian, der als Überlebender des Terrorangriffs auf Utøya lernen musste, wie man traumatische Erinnerungen bezähmt; Judy, die sich als Taxifahrerin mühelos im Labyrinth der Straßen Londons zurechtfindet; oder Asbjørn Rachlew, der als Kriminalbeamter die Psychologie des Erinnerns studierte und die Rechtsprechung eines ganzen Landes gerechter machte. Für ein Experiment schicken sie zehn Taucher auf den Grund des Oslofjords, und sie versuchen sich sogar daran, gezielt falsche Erinnerungen zu erzeugen. Am Ende des Buches geht es um unsere Zukunft - denn auf sie Einfluss zu nehmen, ist der eigentliche Grund, warum wir ein Gedächtnis haben.